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Kurze Geschichte zum Flughafen Berlin-Schönefeld.

Von SXF zu BER

Flughafen-Schönefeld

 


TU-144 in Schönefeld

Foto: Lothar Willmann

 

 

 

Flughafenbau 1961

Iljuschin Il-14 der Fluggesellschaft "Interflug" auf Rollfeld stehend.

Foto: Wolter

 

 

 

CC Lizenz beide Fotos

 

 

 

 

 

 

Wissenswertes über den Flughafen Schönefeld

 

Am 15. Oktober 1934 beginnt die Geschichte des Flughafens Schönefeld. Die Henschel-Flugzeugwerke bauten dort Fabrikationsanlagen, wo Henschel bis zum Ende des 2. Weltkrieges über 14.000 Flugzeuge bauten. Dafür wurde extra drei je 800 Meter lange Start- und Landebahnen gebaut.

 

Somit hatte Berlin und Umgebung mehrere Flugplätze: Den 1909 eröffneten Motorflugplatz Johannisthal (geschlossen 1923), Flugplatz Döberitz (1910),

den 1923 eröffneten Flughafen Tempelhof, den etwa 1920 eröffneten Segelflugplatz Saarmund, den von der Luftkriegsschule eröffneten Flugplatz Gatow, Flugplatz Werneuchen, Flugplatz Strausberg seit 1927 als Segelflugschule und die Fliegerschule „Ernst Schneller" zu DDR-Zeiten in Schönhagen.

 

Nach dem Krieg übernahm die sowjetische Armee den Flughafen, demontierten die Fabrikationsanlagen um sie nach Russland zu schaffen. So wurden zunächst bis 1947 Eisenbahnen und Landmaschinen repariert. Die sowjetischen Luftstreitkräfte zogen 1946 Johannisthal nach Schönefeld um.

 

Die zivile russische Fluggesellschaft Aeroflot nahm ebenfalls als erste Airline den Flugbetrieb auf. Die russische Militäradministration gab 1947 den Befehl zum Bau eines zivilen Flughafens in Schönefeld heraus. Der später zum Zentral-Flughafen Schönefeld umbenannte Flughafen sollte eine Kapazität von 18 Millionen Passagieren haben.
Besonders Passagiere aus West-Berlin sollten durch die Flüge Devisen in die DDR bringen.

 

Der nahe gelegene Grenzübergang in Berlin-Rudow sowie eine spezielle Busverbindung der Ost-Berliner Verkehrsbetriebe vom Flughaben nach West-Berlin stellten eine attraktive Verkehrsanbindung dar. Erreicht wurden jedoch bis 1990 nur 3 Millionen.Die Passagierzahlen sanken nach der Wende stark, da die DDR-Fluglinie Interflug geschlossen wurde und andere Fluglinien nach Tempelhof und Tegel umzogen.

 

Besondere Höhepunkte in der Geschichte des Flughafens

waren die Starts und Landungen der russischen Überschall-Maschine TU 144 in den 70er Jahren, die Landung der Concorde der Air France 1999, die Landung des A 380 anlässlich der ILA erstmals 2006 sowie die ohnehin 2-jährliche Internationale Luft- und Raumfahrtaustellung (ILA).
Traurige Höhepunkte waren der Flugzeugabsturz einer russischen Tupolew TU-134 im Dezember 1986 kurz vor der Landung auf dem Flughafen. Dies war das zweitschwerste Unglück in der DDR-Luftfahrtgeschichte. Ursache war ein Fehler des Piloten, der die rechte und linke Landebahn verwechselt hat. Für eine Korrektur des Landeanfluges war die Maschine zu niedrig.
Das zweite größere Unglück ereignete sich am 17.Juni 1989. Eine Iljuschin II-62M der Interflug verunglückte, weil das Höhenruder beim Start blockiert war und der Pilot statt auf Leerlauf auf Umkehrschub schaltete.

 

Low-Cost Airlines

Ab 2003 stieg das Interesse am Flughafen Berlin Schönefeld mit der Low-Cost Airline Ryanair, die die KLM-Tochter „buzz“ übernahm.

2004 wurde mit EasyJet ein weiterer wichtiger Partner gewonnen. Mittlerweile  steigt jährlich das Passagieraufkommen auf über 8 Millionen Passagiere.

 

Teure Flughafenparkplätze

Die steigenden Passagierzahlen steigerten auch den Bedarf an Parkplätzen. Der flughafeneigene Parkplatz stellt für viele Passagiere aufgrund der hohen Parkgebühren keine Alternative dar. So werden Parkplätze im Wohngebiet von Schönefeld gesucht oder auf preiswerte Alternativen wie ber-airport-parken an der B 96A, direkt am Flughafen Schönefeld, ausgewichen.

 

Der künftige BER

Bis 2011 soll der jetzige Flughafen Schönefeld zum Flughafen Berlin-Brandenburg International (BER) ausgebaut werden. Zwei getrennte Start- und Landebahnen sollen zu einem wichtigen Luftdrehkreuz besonders in die osteuropäischen Regionen verhelfen.
Die Verkehrsanbindung ist mit der bereits in Betrieb genommenen
A 113, einer Fern-Bahnverbindung die zunächst als Kopfbahnhof fungieren soll, sowie S- Bahn und Busverbindungen akzeptabel.
Die S-Bahn wird vom Bahnhof Schönefeld um 2 Stationen zum Flughafen verlängert, so dass auch der Parkplatz "BER Airport parken" am S-Bahnhof weiterhin eine preisgünstige Alternative darstellt. In wenigen Minuten ist man am Terminal und kann so hohe Parkgebühren vermeiden.

 

 

 

 

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